Saaten Zeller

18.01.2019 Wichtige HInweise zu Ausschreibungen mit gebietsheimischem Saatgut

Wir empfehlen allen ausschreibenden Stellen, sich an aktuellen Empfehlungen zur Begrünung mit gebietseigenem Saatgut zu orientieren.
Uns begegnen leider immer noch Ausschreibungen mit Artenzusammenstellungen, die den Anforderungen an gebietsheimisches Saatgut nicht gerecht werden.
So werden oft Artenlisten ausgeschrieben mit zahlreichen Arten, die nur kleinräumig verbreitet sind und daher nicht für den breiten Einsatz geeignet sind.

Wenn überhaupt solche nur kleinräumig verbreiteten Arten bei einer Begrünung Verwendung finden sollen, dann darf das Saatgut hierfür nur nach fachlicher Prüfung zum Einsatz kommen und muss aus dem engeren räumlichen Umfeld (Naturraum  Herkunftsregion) der Begrünungsfläche stammen. Man spricht in diesem Fall dann von "Naturraumtreuen Saatgut".

Beispiel Ähriger Ehrenpreis (blau): zwar wunderschön, aber z.B. in der Herkunftsregion 16 nur sehr lokal vorkommend. Daher als Regiosaatgut ungeeignet. Eine Ausbringung ohne fachliche Prüfung könnte sogar die heimischen Populationen gefährden!


Ältere Saatgut-Empfehlungen beinhalten oft auch noch problematische Arten wie z.B. das Jakobs-Kreuzkraut. Diese Art ist für Weidetiere, Pferde usw. stark giftig!


Die aktuellen "Empfehlungen für Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut" der FLL* berücksichtigen alle relevanten Gesichtspunkte wie z.B. §40 Bundesnaturschutzgesetz, das unter breitem fachlichen Konsens entstandene bundesweite Regiosaatgut-Konzept, sowie Naturraumtreues Saatgut und Druschgut-Übertragung bis hin zu Sodenübertragung.
Ein wichtiger Bestandteil der Publikation sind Artenzusammenstellungen für alle 22 Herkunftsregionen Deutschlands, die dabei helfen, häufige Fehler bei der Ausschreibung von Regiosaatgut zu vermeiden.

Die aktuelle FLL-Publikation zu Begrünungen mit gebietseigenem Saatgut enthält viele wichtige Informationen und hilft dabei, häufige Fehler bei Ausschreibungen zu vermeiden.


Sollten einmal für spezielle Einsatzzwecke individuelle Mischungen gefordert sein, können Sie diese z.B. mit Hilfe des Artenfilters auf Übereinstimmung mit dem Regiosaatgut-Konzept überprüfen. Gerne beraten auch wir Sie in solchen Fällen. Kontaktieren Sie hierzu bitte einen unserer Mitarbeiter.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg für Ihre Begrünungsprojekte!
Ihr Saaten-Zeller-Team

 

* Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau e.V.

 

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