Saaten Zeller

08.11.2018 Wissenschaftler empfehlen Sammelstrategie des von Saaten Zeller favorisierten Regiosaatgut-Konzeptes

Eine Gruppe namhafter Wissenschaftler der Universitäten Münster, Tübingen und Hannover, der TU München und des UFZ Halle schlägt vor, bei der Gewinnung von Saatgutchargen für die Wiederherstellung artenreicher Ökosysteme mehrere Populationen aus definierten Herkunftsgebieten aufzusammeln und diese vor der Ausbringung bzw. vor der Vermehrung zu vermischen (regional admixture provenancing). Diese aus dem Regiosaatgut-Konzept von Prof. Dr. Prasse et al. übernommene Strategie wird von Saaten Zeller bereits seit 10 Jahren angewandt.

Unter https://www.saaten-zeller.de/regiosaatgut/ können nach Auswahl des jeweiligen Ursprungsgebietes Listen der vermehrten Arten mit Angaben zur Anzahl und Herkunft der verwendeten Saatgutaufsammlungen eingesehen werden.

Das vorgeschlagene Konzept vermittelt zwischen zwei gegensätzlichen Vorgehensweisen. Eine Reihe von Wissenschaftlern bevorzugt die Verwendung von lokalem Material, zum Beispiel aus Mahdgutübertragungen, da dieses am besten an die Bedingungen vor Ort angepasst ist. Andere Wissenschaftler argumentieren, dass lokales Material möglicherweise eine zu geringe genetische Variabilität und ein zu geringes Adaptationspotential, zum Beispiel im Hinblick auf den Klimawandel, aufweist. Sie schlagen vor, Material aus verschiedenen Regionen zu vermischen und bei der Gewinnung die prognostizierten Klimaveränderungen zu berücksichtigen.
Diese Ausbringung gebietsfremder Populationen ist allerdings mit Problemen verbunden, da es zu einer Beeinflussung der genetischen Integrität bereits vorhandener Populationen kommen kann. Sie steht zudem im Widerspruch mit der deutschen Gesetzgebung (§ 40 BNatSchG).
Die nun vom Autorenkollektiv vorgeschlagene und von Saaten Zeller schon lange umgesetzte Strategie stellt durch die Vermischung mehrerer Wildaufsammlungen aus einem definierten Ursprungsgebiet eine hohe genetische Variabilität bei gleichzeitigem Schutz der lokal vorhandenen genetischen Ressourcen sicher.

Zwei unserer regional tätigen Biologinnen (Nicole Winkler, Birgit Beermann) bei der Aufsammlung von Saatgutchargen für die Vermehrung. Die Vermischung von mehreren Wildaufsammlungen aus einem definierten Herkunftsgebiet vermittelt zwischen einer hohen genetischen Variabilität und dem Bewahren von lokalen genetischen Ressourcen.

 

Quellenhinweis:

Mix and match: regional admixture provenancing strikes a balance among different seed-sourcing strategies for ecological restoration.
Anna Bucharova, Oliver Bossdorf, Norbert Hölzel, Johannes Kollmann, Rüdiger Prasse, Walter Durka
Conservation Genetics, https://doi.org/10.1007/s10592-018-1067-6

 

 

 

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